Paris (awp/afp) – Der Schweizer Weltmarktführer für zeitgenössische Kunstmessen, Art Basel (MCH group), wurde am Mittwoch als Nachfolger der Fiac (internationale Messe für zeitgenössische Kunst) in Paris ausgewählt, teilte das Grand Palais mit.
„Nach einem Auswahlverfahren und nach Zustimmung ihres Vorstands hat die Réunion des musées nationaux – Grand Palais (RMN-GP) die MCH-Gruppe für die Organisation einer Messe für zeitgenössische Kunst ausgewählt“, heißt es in einer Mitteilung des Grand Palais . .
Der RMN-GP hat auch RX France, eine Tochtergesellschaft der anglo-niederländischen RX (ex-Reed Expositions), für die Organisation einer internationalen Fotokunstmesse ausgewählt, die in den Händen von Paris Photo bleibt, stellte er klar.
Die beiden Veranstaltungen finden jeweils im Oktober und November 2022 und 2023 im Grand Palais Éphémère statt, das vorübergehend auf dem Champ-de-Mars während der Restaurierung des Grand Palais auf den Champs-Elysées errichtet wurde.
Für das RMN-Grand Palais besteht die Herausforderung darin, auf „eine angesichts der Entwicklung des zunehmend anspruchsvollen und innovationsstarken Kunstmessenmarktes notwendige Investitionsdynamik“ zählen zu können.
Ziel: seinen „globalen Einfluss“ zu stärken und gleichzeitig die „Besonderheiten“ von Paris und Frankreich in Bezug auf zeitgenössische Kunst zu bewahren, erklärte er gegenüber AFP.
Er will auch „Brücken schlagen“ zwischen zeitgenössischer Kunst und anderen Kulturbranchen wie Digital, Mode, Verlagswesen oder Videospielen.
Die Art Basel, die zur Schweizer Gruppe MCH gehört und auf dem Weltkunstmarkt nach wie vor unschlagbar ist, findet jedes Jahr in Basel, der Schweiz, den Vereinigten Staaten und Hongkong statt. Er hatte im November spontan sein Interesse an der Stadt des Lichts bekundet, ohne dass seine Identität preisgegeben wurde.
MCH und RX, die einzigen Kandidaten, hatten sich für die beiden Räume beworben, die traditionell Fiac und Paris Photo zugewiesen wurden, die seit 47 bzw. 24 Jahren bestehen und jedes Jahr im Oktober und November in der französischen Hauptstadt geplant sind.
Sie müssen sich für eine Laufzeit von sieben Jahren für geschätzte Gesamtkosten von 10,6 Millionen Euro für die Messe für zeitgenössische Kunst und 7,5 Millionen Euro für die Fotoveranstaltung ohne technische Kosten verpflichten, heißt es in den Spezifikationen.
Die Ankunft des Schweizer Giganten hat in der Kunstwelt für Aufsehen gesorgt, wobei kleinere Galerien und Künstler befürchten, aus der jährlichen Pariser Veranstaltung für zeitgenössische Kunst ausgeschlossen zu werden, insbesondere aufgrund unerschwinglicher Preise.
afp/jh

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