Der Erdrutsch über der Stadt Brienz in Graubünden bleibt unvorhersehbar und wird genau beobachtet. Nachdem am Dienstagmorgen grünes Licht für die Landwirte gegeben wurde, die den ganzen Tag Feldarbeiten auf den Niederwiesen des Albulabezirks durchführen durften, mussten die Behörden einen Rückzieher machen.
Die Arbeit auf dem Bauernhof wurde seit Dienstagmittag eingestellt (Keystone)
In einem vor einiger Zeit veröffentlichten Tweet wird bekannt gegeben, dass die Zufahrt zum Gelände gesperrt wird und die Wiesen um 11:50 Uhr geräumt werden müssen.
#InfoGFS: Der Zutritt für die #Landwirtschaft auf die unteren Wiesen muss für heute ABGEBROCHEN werden. Die Blockschlag-Aktivität ist so hoch, dass die #Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Die Wiesen müssen bis 11:50 Uhr verlassen werden. #BrienzerRutsch
— Gemeinde Albula/Alvra (@AlbulaAlvra) 13. Juni 2023
Die Gegenanordnung wurde mit der erhöhten Aktivität auf der Insel begründet, da sich die Masse von 2 Millionen Kubikmetern Gestein mittlerweile mehr als 3 Meter pro Tag bewegt. Ein Hinweis auf die größere Bewegung sind die Steine, die mit größerer Intensität in Richtung Tal rollen. Vorhersagen über den möglichen Erdrutsch, so die Behörden, seien noch nicht möglich. Sicherlich ist die Gefahr in diesen Stunden jedoch gestiegen.

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