Besonders viele Fichtenkreuzschnäbel, kleine bunte Vögel, die wie Papageien aussehen, waren in diesem Jahr über dem Col de Bretolet am Fuße des Val d’Illiez im Wallis unterwegs. Die dortige Sprechstelle fing mehr als 2.500 ab, ein Rekord.
„Diese Zahl lässt den Schluss zu, dass es in diesem Jahr im Frühjahr gute Nistplätze gab“, erklärt Chloé Pang von der Schweizerischen Vogelwarte gegenüber Keystone-ATS. Aber auch, dass die extremen Wetterbedingungen im Herbst es dieser nomadischen Art nicht erlauben, in der Schweiz zu bleiben und sie zur Wanderung drängen.
Die Bewegungen dieses farbenfrohen Vogels, der einem Bergpapagei ähnelt, hängen weitgehend vom Nahrungsangebot ab, insbesondere von der Fruchtbildung der Tannen. Es ernährt sich von Samen, die sein Hakenschnabel herausziehen kann. „Der Rote Fichtenkreuzschnabel ist nicht in Gefahr, solange er auf Nadelwälder angewiesen ist“, betont Chloé Pang.
Die Färbung des Fichtenkreuzschnabels kann zwischen Rot, Grün und Gelb variieren. Nur erwachsene Männchen haben ein rotes Gefieder. Die Jungen sind grau und haben ein gestreiftes Gefieder. Vögel können Rechts- oder Linkshänder sein, je nachdem, wie ihre Kiefer gekreuzt sind.
Studienmigration
Diese nomadische Art, die sich problemlos in kleinen Gruppen fortbewegt, nistet nicht jedes Jahr in derselben Region. „Im Jahr 2022 hatte die Vogelwarte auf dem Col de Bretolet keinen einzigen gefangen“, erinnert sich Chloé Pang.
Die Beringung ermöglicht es, die Phänologie von Wanderungen zu studieren, Bewegungen und Durchzugsspitzen zu verstehen, aber auch „wertvolle Daten“ (Gewicht, Gesundheitszustand, Geschlecht usw.) über die Art zu sammeln.
/ATS

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