Zweihundert Frauen, gewählt von 12.000 weiteren 1.400 Kandidatinnen, treffen sich heute, Freitag, Anfang und Samstag, im Nationalratssaal zur Frauentagung, die anlässlich des 50. Jahrestages des Frauenwahlrechts organisiert wird. Sie kommen aus allen Sprachregionen, schweizer und ausländische, zwischen 17 und 70 Jahre alt und von Beruf, Bauern, Aktivisten, Anwälte, Gastronomen oder Hebammen. Keiner von ihnen ist Bundesabgeordneter im Gegensatz zu 46 Abgeordneten und „Senatoren“ im Amt oder Rentnern, die ihnen während der zwei Tage zur Seite stehen.
Das zentrale Thema der Diskussion ist die Gleichstellung der Geschlechter. Die Teilnehmer haben sich bereits in acht Kommissionen getroffen, um konkrete Vorschläge zu erarbeiten, die sich auf die Anerkennung unbezahlter Arbeit im Pflegebereich, den Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt, Medizin, Digitalisierung, Volksrechte, Wissenschaft beziehen. Gefordert sind zum Beispiel die Einführung der Elternzeit, die Einrichtung eines Fonds für Kindergärten und verbesserte Renten, weil sie heute oft niedriger sind als die der Männer.
Der lang ersehnte Moment ist endlich da: der #sessiondesfemmes2021 Start heute um 10 Uhr.
Die Live-Session: https://t.co/La38ql2dzW.
Die ersten 3 Stunden auf SRF1 und SRF Info.@FrauenbundCH @FrauenEfs @ekf_cfqf @SGCH_SSCH @ChallandesAnne pic.twitter.com/vwFrqG1oSZ
– Allianz F (auf Französisch) (@allianceF_FR) 29. Oktober 2021
Am Ende der Debatten werden die endgültigen Forderungen in Petitionen an das königliche Parlament festgelegt, das sich verpflichtet, sie als solche zu berücksichtigen, die sich aus den ordentlichen Sitzungen der Jugend ergeben und so oft, wie vom ersten Bürger in Erinnerung gerufen des Bundes im Jahr 2020 Isabelle Moret, werden in ordentliche Parlamentsgesetze umgewandelt.
Im Laufe der Jahre hat die gesetzgebende Körperschaft einen Anstieg des Frauenanteils erlebt, von weniger als 20 % vor 30 Jahren auf heute 42 % im Haus des Volkes. Daher sei auch die Sensibilität für diese Themen gestiegen, erinnert sich Moret, obwohl das Ziel der ersten Frauentagung 1991 noch nicht erreicht sei: 100 weibliche Abgeordnete unter der Kuppel des Palazzo zu haben. Bei den letzten Bundestagswahlen 2019 erreichten 96, 84 an das Nationale und 12 an die Staaten.
Die Sitzung wird organisiert von „Allianz F“, die Eidgenössische Frauenkommission, Evangelische Frauen in der Schweiz, den Schweizerischen Bund der Land- und Bäuerinnen, den Dachverband der Frauenhilfswerke und den Schweizerischen Katholischen Frauenbund.
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Millevoci vom 25.10.2021 zur Frauensession

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