Die Zecke kann mehrere Krankheiten übertragen. Während wir hauptsächlich Lyme-Borreliose kennen, gibt es auch Meningoenzephalitis. Unsere Schweizer Nachbarn werden massenhaft gegen diese Viruserkrankung geimpft. Warum gibt es in der Franche-Comté keine Empfehlung?
Der Frühling ist da und damit auch die Zecken … Von März bis Oktober ist die Gefahr von Stichen am größten. Der Zeitpunkt, zu dem dieser kleine Parasit am wahrscheinlichsten ein Bakterium oder einen Virus überträgt. Während wir vor allem die Borreliose kennen, die die Lyme-Borreliose verursacht, gibt es auch die Meningoenzephalitis.
Die Erkrankung verläuft in 90 % der Fälle gutartig und manifestiert sich 48 Stunden nach dem Biss mit Fieber und grippeähnlichen Symptomen.
Bei 5 bis 15 % der Patienten kann es zu einer Schädigung des Zentralnervensystems kommen. In dieser Situation können übermäßige Lichtempfindlichkeit, Schwindel sowie Konzentrations- und Gehschwierigkeiten auftreten, die über mehrere Wochen anhalten. Bei einigen Patienten kann es zu Lähmungen der Arme, Beine oder Gesichtsnerven kommen, die zu einer dauerhaften Behinderung führen können. Die Krankheit verläuft in etwa 1 % der Fälle tödlich.. Es gibt keine spezifische Behandlung, sondern einen Impfstoff.
In den letzten Jahren hat sich die Krankheit im gesamten Schweizer Jura an der Grenze zur Franche-Comté ausgebreitet. In den letzten beiden Jahren kam es zu einem deutlichen Anstieg der Fallzahlen. Im Jahr 2018 wurden in der Schweiz 377 Fälle gemeldet.
Im Februar 2019 das Bundesgesundheitsamt Aus diesem Grund hat sie die gesamte Schweiz mit Ausnahme des Tessins und des Kantons Genf als Risikogebiet eingestuft. Die Schweizer Gesundheitsbehörden empfehlen und erstatten die Impfung ab dem sechsten Lebensjahr.
In Frankreich hingegen wird keine Impfkampagne gefördert. Sollte Frankreich dem Schweizer Beispiel folgen? Da aktuelle und umfassende Studien zur französischen Seite und insbesondere zur Franche-Comté fehlen, ist dies schwer zu sagen. Dr. Marguet, Leiterin des Tropenmedizindienstes im Krankenhaus Pontarlier, möchte eine Studie durchführen.
Nachfolgend finden Sie die Karte der deklarierten Orte für Zeckenstiche in der Schweiz.
Quelle: Schweizer Bundesamt für Gesundheit
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